Website-Icon Aspekteins

Bahlsen 360-Grad-Video: Sweet Kitchen – Fabrik Tour – Making of

Bahlsen backen

Keksfans und Krümelmonster aufgepasst! Cookie Produktion als 360-Grad-Werbefilm macht Hunger auf mehr.

 

Die Keks-Kollektion von Bahlsen hat süßen Zuwachs – die neuen Bahlsen Cookie Chips. Wir zeigen Ihnen in unserem Sweet-Kitchen-360-Grad-Video, wie die verführerischen Knabbereien so lecker wie Cookies und so knusprig-dünn wie Chips werden und nehmen Sie mit auf eine Reise durch Bahlsens fantastische Cookie-Bäckerei. Dort begegnen Sie zauberhaften Backfeen, wundersamen Geheimzutaten, bärenstarken Teigausrollern, lebendigen Cookie-Chipstüten, Plätzchen-Doktoren und Keks-Königinnen, die Ihnen in liebevoller Handarbeit den neuen Snack schmackhaft machen.

Warum ist das Sweet-Kitchen-360-Grad-Video so besonders?

Herausforderungen von 360-Grad-Video – Cutting-Edge Lösungen erläutert anhand 360-Grad-Showcase!

 

Das oben gezeigte 360-Grad-Video der Aspekteins GmbH hebt sich spürbar von herkömmlichen Videos des Genres ab, indem es sich den derzeitigen 360-Grad-Challenges gekonnt stellt. Das geschieht durch die Einführung mehrerer Genre-Neuerungen, deren Grundprinzipien auf empirischen Studien und eigenen Erfahrungswerten zum Sehverhalten im filmischen 360-Grad-Raum basieren.

Herausforderung 1: Steuerrad und Kompass im 360-Grad-Raum des Films

Wo eine Menge passiert, besteht immer die Gefahr, dass auch eine Menge verpasst werden kann. Dies gilt insbesondere bei dem Erstellen von 360-Grad-Videos, die zu jeder Zeit einen Blick in jede beliebige Richtung ermöglichen, in denen man aber nie alles gleichzeitig betrachten kann. Der Zuschauer sieht lediglich ein sogenanntes Magic Window, das je nach Gerät 90-100° des Gesamtbildes von 360° abbildet.

Die große Herausforderung lautet also: Wie kann der Betrachter durch ein 360-Grad-Video geführt werden, ohne dass dieser in einer ihn umschließenden filmischen Umgebung die Orientierung verliert?

Orientierungshilfen im 360-Grad-Raum: Wo ist der Zuschauer und wo schaut er hin?

Abhilfe schaffen hier Orientierungshilfen, im Fachjargon auch Wayfinding Aids genannt. Augenbewegungs- und MRI Scans zeigen, dass innerhalb virtueller Umgebungen die Aufmerksamkeit des Nutzers diesen Orientierungstützen in erhöhtem Maße gilt.

Wayfinding Aids können beispielsweise visuelle Bestandteile innerhalb des 360-Grad-Videos sein, die sich über einen hoch-individualisierten Wiedererkennungswert auszeichnen und sich dadurch vom Rest des Videos abheben. Sie werden so zu virtuellen Markierungen, mit deren Hilfe sich der Nutzer eine mentale Landkarte vom 360-Grad-Video erschaffen und Navigationsentscheidungen treffen kann. (Jacke, Julie, A. (Hrsg: Human-Computer Interaction. Interaction Platforms and Techniques)

 

Orientierungshilfen am Beispiel des Sweet-Kitchen-360-Grad-Videos:

Eine lebensgroße Cookie-Chips-Figur begleitet den Zuschauer durch alle Szenen. Dabei führt sie den Zuschauer nicht nur vom heimischen Sofa in fantastische fremde Welten, sie kommuniziert auch mit dem Zuschauer, nimmt ihn bei der Hand und beschreitet den 360-Grad-Filmraum derart, dass der Zuschauer allen wichtigen Schlüsselmomenten im Film beiwohnen kann – weil seine Blickrichtung immer dort ist wo sie sein soll.

Der Zuschauer hat ein visuelles Geländer innerhalb des 360-Grad-Videos, an dem der sich orientieren kann. Dieses Konstrukt des visuellen Geländers als Wayfinding Aid steuert die Aufmerksamkeit des Zuschauers und sorgt somit dafür, dass Ihr Zuschauer in den richtigen Momenten in die richtige Richtung sieht und nichts wichtiges mehr verpasst.

Die Entscheidungshoheit über die Blickrichtung liegt dabei nach wie vor bei dem Zuschauer, während ihm gleichsam über Wayfinding Aids eine subtile Führung über intuitive visuelle und auditive Steuerimpulsauslöser angeboten wird. Für den Betrachter garantiert das Ergebnis eine optimale Balance aus Handlungsfreiheit und Informationszuführung und somit ein flüssigeres Seherlebnis.

Die Benutzerführung im Sinne einer effektiven und weichen Lenkung des Betrachterblicks wird zudem forciert durch den gezielten Einsatz neuartiger Szenen-Überblendungen, bewegungsorientierter Panorama-Ausrichtungen und Motion-Graphics.

Herausforderung 2: Die Out-of-Body-Lösung:

Ein mentales Eintauchen in die 360-Grad-Welt bezeichnet man als Immersion. Studien zeigen, dass der Immersionseffekt eines 360-Grad-Videos verstärkt werden kann, wenn der Nutzer beim Erleben einen physisch-visuell erfahrbaren Körper innerhalb des Videos besitzt, der menschlich-real, animiert oder eine Mischform aus beidem sein kann.
Ist dies der Fall, spricht man im Bezug auf die Perspektive des Nutzers von einem Stillen Teilnehmer. Ist dies nicht der Fall und schwebt der Betrachter beim Hinunterschauen körperlos über einem statischen Logo, einem Kamerastativ oder dem blanken Fußboden, spricht man von der Perspektive des Stillen Beobachters.
Mehr zu den verschiedenen Perspektiven im 360-Grad-Video finden Sie in unserem Artikel „Perspektiven von 360-Grad-Video – Möglichkeiten Ihrer Virtual-Reality-Inhalte.“

Im Gegensatz zum Stillen Beobachter ist beim Stillen Teilnehmer nicht nur der Immersioneffekt, sondern auch der Produktionsaufwand um ein Vielfaches höher. Im Fall des Sweet-Kitchen-360-Grad-Videos wurde ein lebendiger, menschlicher Torso, mithilfe komplexer VFX-Techniken in die 360-Grad-Umgebung integriert, der dann als visueller Platzhalter für den fehlenden eigenen Körper im Video fungiert.

Ein Blick hinter die Kulissen der Produktion & Postproduktion des 360-Grad-Werbefilms.

360-Grad-Werbefilm im Cookie-Kitchen: Man nehme…

 

Die Aspekteins GmbH war während der Entwicklungsperiode für das Einbringen konzeptueller Anreize, die Dreharbeiten und den gesamten Postproduktionsprozess verantwortlich. Zur Realisierung des anderthalbminütigen 360-Grad-Videos erfolgte einen zweitägiger Dreh, eine dreiwöchige Postproduktionsphase und insgesamt etwa 450 Arbeitsstunden für die On-Location-Unit und das Postprodukt- & VFX-Team.

Das Video besteht aus vier Szenen. Jede dieser Szenen wurde jeweils aus einem 360-Grad-Video, welches vornehmlich den Drehort zeigt, und zusätzlich aufgenommenen Video- und Fotomaterial zu einer einheitlichen Bildkomposition zusammengefügt.

Für die 360-Grad-Videos wurden während der Produktionsphase nacheinander vier Sets mit Darstellern und Requisiten eingerichtet. Anschließend wurde inmitten dieser Sets ein stationäres 360-Grad-Kamera-Modell auf einem Stativ in Augenhöhe installiert, dessen Position dem späteren Betrachterstandpunkt entspricht. Das Kamera-Setup filmte von dort aus zunächst den Teil der Umgebung, der in keine direkte Interaktion mit dem Betrachter und dessen visualisierten Körper tritt und somit unabhängig von diesem bleibt.

Für die Aufnahmen des menschlichen Körpers und der mit ihm interagierenden Personen wurde anschließend mithilfe eines abgewinkelten Stativs eine reduzierte Version des 360-Grad-Kamera-Setups erhöht über dem Lot des Betrachterstandpunkts montiert, sodass ein Mensch darunter stehen bzw. sitzen kann. Zu Gunsten der Point-of-View kam es während der folgenden Dreharbeiten darauf an, die Oberkörper-, Hals- und Nackenpartie des Darstellers so zu filmen, dass in der Postproduktion Kopf und Haaransatz des Darstellers entfernt und praktischerweise durch Kopf und Sichtfeld des tatsächlichen Betrachters ersetzt werden können.

Verrühren, Nachwürzen, Backen eines 360-Grad-Videos – Die Verarbeitung

 

Die Postproduktion beinhaltete zunächst das Zusammenfügen (Stitching) der Einzelvideos des 360-Grad-Kamera-Setups zu einem einheitlichen Basis-Panoramavideo. Danach wurden mithilfe von Visual-Compositing-Techniken Kamerastative aus dem Bewegtbild entfernt und letzte Stitchingfehler, sowie Ghostingeffekte innerhalb der Überlappungsbereiche der ehemaligen Einzelvideos bereinigt.

Aus zwei mach eins – Die Perspektiven-Challenge

 

In weiteren Compositing-Schritten wurde das 360-Grad-Video mit dem separaten Torso-Videomaterial verheiratet. Da die Kamera während der 360-Grad-Aufnahme in Augenhöhe und während der Torsoaufnahme aufgrund des Darstellerkopfes übermannshoch installiert wurde, kam es hierbei zu diversen Herausforderungen. Die variierenden vertikalen Perspektiven mussten in aufwändiger digitaler Nachbereitung optisch aneinander angepasst werden. Zwangsläufig auftretende Parallaxen konnten häufig nur durch perspektivische Verzerrungen oder Rotoskopieverfahren (animiertes Freistellen) entfernt werden.
Parallaxe bezeichnet hierbei einen Winkel, der entsteht, wenn ein Objekt von zwei verschiedenen Standorten aus betrachtet wird, und der im direkten Vergleich als scheinbare Verschiebung des Objekts vor dem Hintergrund zu beobachten ist (vgl. Duden: Parallaxe,die).

 

Illusion ist Kopfsache – im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Zu Gunsten der Perspektive des Stillen Teilnehmers wurde zudem der Kopf des Dartsllers aus dem Video entfernt und mithilfe von Foto- und Videomaterial der Nacken- und Schulterpartie kaschiert. Aus ästhetischen Gründen wurde außerdem das Bahlsenlogo auf dem nunmehr freistehenden Hals platziert.

Schokoladenstreusel und Zuckerguss – Die visuelle Veredelung

 

Zielgruppenorientierte, cartoon-artige und im handgezeichneten Stil animierte Bild- und Textelemente wurden mithilfe spezieller 360°-Verzerrungsalgorithmen in die fertigen Videokompositionen integriert. Sie dienten nicht nur der Informationsanreicherung und Aufwertung des filmischen Looks. Vielmehr wurden sie bewusst als Werkzeug eingesetzt, das dem Betrachter neben der Bewegung von Darstellern und der Ausrichtung des Torsos in regelmäßigen Abständen Orientierungsanker und Navigationshilfen zur Verfügung stellt.

Fertig ist der Keks – Vom Gaumen- zum Augen- zum Ohrenschmaus

 

Für die fließenden Übergänge zwischen den Szenen wurden unter anderem neuartige Zoomblenden für den 360°-Ortswechsel eingeführt. Um dem Orientierungsverlust vorzubeugen wurden die 360°-Panoramen während der Postproduktion so gedreht, dass sich wichtige Ereignisse und Aufmerksamkeitsbereiche vor und nach Szenenwechseln an der gleichen Position befinden. Der Gesamteindruck wird abgerundet durch Musik, deren Rhythmik und Melodie mit der visuellen Dynamik des Videos korrespondiert, und durch einen Off-Sprecher, der die Szenen erzählerisch begleitet und miteinander verwebt.

Zum fertigen Sweet-Kitchen-Making-of-Video der Postproduktion gelangst du hier:

 

Wie geht’s jetzt weiter? Der süße Nachgeschmack.

Cookie on Tour mit VR-Brillen – Menschen stehen Schlange für unseren Film

 

Derzeit ist Bahlsen mit seinen Cookie Chips deutschlandweit auf Tour. Auf Besucher der Sweet on Streets Roadshow warten dabei nicht nur Verkostungen der knusprigen Leckereien oder neue Rezepte, sondern auch eine Reihe von VR-Brillen. Mit ihnen können die Keks-Fans ganz entspannt in unser Video abtauchen und sich davonträumen in eine Welt voller Cookies.

Darüber hinaus werden sie mit einem ganz besonderen Highlight belohnt. Bahlsen sorgt während der VR-Vorführung auf der Promotour für die ultimative VR-Erfahrung, in dem es ein abschließendes Motiv aus dem 360-Grad-Video in die Realität überträgt und die Filmerfahrung für den Betrachter auch nach Absetzen der VR-Brille vor Ort verlängert.
Konkret wird ihm in den letzten Sekunden des Films eine Schachtel gefüllt mit den neuen Bahlsen Cookie Chips von einer virtuellen Mitarbeiterin angeboten. Nach Ende des Videos nimmt der Nutzer die VR-Brille ab, nur um eine reale Mitarbeiterin direkt vor sich zu erblicken, die ihm in gleicher Geste die gleiche Keksschachtel gefüllt mit echten Cookie Chips zum kostenlosen Verzehr anbietet.

 

Bahlsen verwischt somit bewusst die Grenzen zwischen virtueller und echter Realität und erprobt dabei zugleich neue Anwendungsbereiche des 360-Grad-Mediums.

Das Konzept geht auf. In Kiel und München standen die Besucher vor der Bahlsen-360-Grad-Station Schlange. Die diesjährige Sweet on Streets Roadshow findet noch bis Ende August statt. Die genauen Tourdaten finden Sie hier.

Außerdem schenkt Bahlsen jedem, der auf den Geschmack gekommen ist, kostenlose Cardboard-Brillen zum mitnehmen. Dank Mr. Cardboard, dem führenden europäischen Hersteller für individualisierte Cardboards, konnte die Fusion aus Keks und Virtual Reality im Design der kleinen Pappbrillen erweitert werden.

Über die Sweet on Streets Tour hinaus wird das Video künftig auch in den sozialen Netzwerken für jedermann erfahrbar sein.

Der Vorhang fällt – Unser Dank an das Team

 

Das Sweet-Kitchen-360-Grad-Video wurde produziert für die Walking Brands GmbH, der Kreativagentur für urbanen Lifestyle und Crossover Kommunikation, mit der Aspekteins GmbH als ausführendes Produktionshaus. Besonderer Dank gilt hier dem Projekt-Management unter der Leitung von Sandra Wons, die mit organisatorischen Engagement und inhaltlicher Finesse die erzählerische und äußere Form des Videos maßgeblich mit beeinflusst hat. Weiterhin bedanken wir uns bei dem Team von Bahlsen für die Unterstützung

Gerne beraten wir Sie bei der Entscheidung welche Variante die für Ihr Vorhaben passendste ist und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Zur Kontaktaufnahme für Ihr 360-Grad-Video / VR-Projekt bitte hier klicken

Bildrechte:
Foto Sweet on Streets Tour: ©WALKING BRANDS 2016
Foto Cardboards: ©MR.CARDBOARD 2016

 

Die mobile Version verlassen