Fanta 4 auf virtueller Mission – Fantaventura & Tunnel AR

15. November 2019 Katrin Pape

Fanta 4 auf virtueller Mission – Fantaventura & Tunnel AR

Die Fantastischen Vier haben sich über die Jahre hinweg immer wieder für neue, spannende Entwicklungen geöffnet. Auch in Sachen Virtual Reality bzw. interaktive 360-Grad-Videos zeigen die Musiker einmal mehr, warum sie echte Trendsetter im Musikbusiness sind.

Mit verschiedenen Entwicklern, Sponsoren und Magenta VR, Telekoms virtuellem Anbieter für 360-Grad-Videos aus den Bereichen Entertainment/Musik und Sport, haben sich die Fantas zu ihrem 30-jährigen Bestehen denn auch etwas ganz besonderes einfallen lassen. Für die erste immersive 6DoF-Virtual-Reality-Experience der Fantastischen Vier ging es zunächst zum Volucap-Studio in Babelsberg.

Ab ans Meer…

„(…) und es ändern sich Zustand, der Raum und die Zeit, der Verstand kehrt zurück, doch du setzt ihn nicht ein (…) Es gibt nichts zu verbessern, nichts, was noch besser wär, außer dir im jetzt und hier und dem Tag am Meer.“

1993 spielten MTV und Viva einen Song rauf und runter, der uns alle mit in eine andere Dimension nahm: Ein Tag am Meer.

Fantaventura VR-Experience. Bildquelle: film-tv-video.de

26 Jahre später gibt es auf Fantaventura, einer fiktiven Insel irgendwo weit draußen auf dem Ozean, nicht nur ein Wiedersehen mit Elementen des damaligen Videoclips, sondern auch eine besondere Reunion für Michi Beck, Smudo, Thomas D und And.Ypsilon.

Michi Beck now and then… Bildquelle: n-tv.de

Denn neben der Begegnung mit den Fantas von heute kann der User auch die aufstrebenden Musiker von damals antreffen. Innerhalb eines rund 20-minütigen interaktiven VR-App-Erlebnisses mit 360-Grad-Videos, Audio-/Videoaufnahmen von Konzerten und Animationen, können sich Fans auf die Zeitreise begeben.

Dafür wurden die vier Musiker in den Volucap-Studios mit rund 32 Kameras gefilmt. Aus diesen Aufnahmen wurden im Nachgang dreimensionale, volumetrische Bilder erzeugt.

Volucap ist das erste Studio in Europa, das volumetrische Human-Capture-Technologie für kommerzielle Produktionen nutzte und so Walk-in Filme, also begehbare Szenarien, für Betrachter ermöglicht. Hierbei kommt 3DHBR (3d human body reconstruction) zum Einsatz, dessen Grundlagen am Heinrich-Hertz-Institut des Fraunhofer Instituts in Berlin entwickelt wurden.

Daniel Guthor (CEO, Aspekteins GmbH) beim Besuch im Volucap Studio in Babelsberg.

Bis zu 30 Bilder pro Sekunde nehmen die Kameras auf. Eine spezielle Software ermittelt die entsprechende Tiefendimension und fügt anschließend alle Daten des aufgenommenen Materials zusammen, um ein dynamisches 3D-Bild zu erzeugen. Dieses wird dann in die virtuelle Realität eingebunden – und kann dann vom Headset-User allseitig betrachtet werden.

Für den Betrachter ergibt sich so ein immersives VR-Erlebnis, bei dem Content nicht nur von außen besehen wird, sondern aktiv erfahren werden kann.

Making Of „Gateway to Infinity“ | volumetric virtual reality experience I Fraunhofer HHI

Zwischen volumetrischen Smudos und Co. kann also auch in der Fantaventura-VR-Experience herumgelaufen werden. Schwebende Fische ziehen vorüber, Seifenblasen werden zu einem Zeitfenster in die Vergangenheit oder fungieren als mit Anekdötchen gespickte Infobox, bei denen die 4 heiteres ausplaudern, z.B. im privaten Wohnzimmer.

Wer über ein Headset mit 6DoF verfügt, etwa HTC Vive oder Oculus Quest, und sich in die Steam-Plattform einklinkt, der wird auf hoch immersive Weise tatsächlich die ultimative Begegnung mit den Fantastischen Vier haben. Wer nicht über das nötige technische Equipment verfügt, kann sich die Magenta-App trotzdem aufs Smartphone laden, um die Erfahrung als 360-Grad-Version zu bestaunen.

Kommt mit nach unten, denn auf was wartet Ihr noch?

giphy.com

Der Ausflug in die virtuelle Welt ist für die Fantas mit Fantaventura indes nicht wirklich Neuland. Letztes Jahr veröffentlichten sie ihren Song „Tunnel“ als AR-Erlebnis für iOS-Geräte: Eine Reise mit dem Bohrkopf durch vier Erdschichten, in die materiellen Tiefen der Welt und dann hinaus in den Orbit…

Die Fantastischen Vier – Tunnel (offizielles Musikvideo)

„Die Möglichkeit, unsere Single nicht mit einem schnöden Videoclip zu promoten, sondern mit einer Hightech-Kunstinstallation – das war für mich als ausgewiesener Gaming-Fan wie ein Elfmeter.“

Smudo

Ins Zentrum des Videoclips wurden v.a. ausrangiertes Spielzeug und Reminiszenzen aus vergangenen Jahrzehnten platziert – „Retro im Kontrast zur technisch hoch anspruchsvollen Umsetzung“…

Die Fantastischen Vier – Tunnel AR App Making Of Teil 1 / Augmented Reality Musikvideo
Die Fantastischen Vier – Tunnel AR App Making Of Teil 2 / Augmented Reality Musikvideo

Der User übernimmt dabei die Rolle der Mission Control und kann mit dem Bohrkopf interagieren, ihn drehen oder mit extra Boosts steuern.

Mit der Technologie von Apples Gesichtserkennung Face ID, dessen Kamera eine Tiefenkarte des Gesichts durch Scanning und Infrarot erstellt, mischt sich schließlich auch der Betrachter in das Szenario hinein. Zudem wurde in die App ein Spiel eingebaut, bei dem Fanta-Fans Mission Patches sammeln können, um schließlich zum Captain Fantastic (in Anlehnung an das zehnte veröffentliche Album) gekürt zu werden. Mit diesem Titel im Gepäck, darf sich der User dann gebührlicherweise auch einen speziellen Remix des gleichnamigen Songs herunterladen.

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