Insta360 Titan- Eine neue Ära für 360-Grad-Produktionen

5. April 2019 Katrin Pape

Insta360 Titan- Eine neue Ära für 360-Grad-Produktionen

Pünktlich zur diesjährigen CES gab es auch bahnbrechende Neuigkeiten von Insta360. Nachdem das chinesische Unternehmen zunächst Innovation Awards in Digitaler Bildgebung für Insta360 Pro 2 und Insta ONE X absahnen konnte, wurde ein neues Modell vorgestellt. Mit 8-Linsen-Kinematik bzw. acht Micro-Four-Third-Sensoren und einer Bild-und Videoauflösung bis 11K, vermag es dieser Gigant, andere VR-Kameras sacht ins schattige Abseits zu befördern: eine neue Ära für 360-Grad-Filmproduktionen! Die ersten Auslieferungen der Insta360 Titan sind für Mitte April verkündet. Daher wird es Zeit, unseren Blick onside auf alle relevanten Specs zu richten…

Bildquelle: tenor.com


Dynamik im 3/4-Takt

Bildquelle: fotografiablog.it

Insta360 – Introducing Insta360 Titan

Insta360 verfügt bereits über eine Reihe ansehnlicher 8K-VR-Kameras. Auch viele aktuelle Produktionen der Aspekteins GmbH wurden mit dem bisherigen Flagschiff von Insta360, der hochwertigen Insta360 Pro 2, realisiert. In dem Folgemodell vereinen sich alte Vorzüge in neuem Gewand. Die wichtigste Neuerung ist, ganz nach dem Motto „höher-schneller-weiter“, die Hochauflösung.

Mit den leistungsstarken Sony IMX269 Micro-3/4″-Sensoren (ISO 100-6400, Fisheye 8×200°,  f/3,2) etabliert Insta360 auf dem 360-Grad-Markt die bislang umfassendste Sensorik in puncto Standalone-Kamera. Zum Vergleich: Die in den Konkurrenzmodellen verbauten Sensoren haben etwa eine Größe von 1/2,3-Zoll. Da der Sensor größer als in Vergleichsmodellen ist, rückt dieser auch näher an die Objektive heran, was zur besseren Bildgebung beiträgt und für extrem gute Aufnahmequalität sorgt. Die Titan unterstützt 10-Bit-Farbtiefe und sorgt damit für wesentlich mehr Lebendigkeit, Intensität und höhere Dynamik. Pro Farbkanal erhöht sich das Spektrum auf 1.024 Farben. Das sind 64x mehr Farben gegenüber 8-Bit und damit insgesamt über eine Milliarde mögliche Farbtöne! Die Auflösung im Farbbereich erhöht sich dadurch erheblich, Kontraste werden verbessert, die Farbtiefe reüssiert mit feineren Abstufungen; Low-Light-Performance im Schlepptau.

Die 17.000 Euro teure Insta360 Titan filmt 2D in 11K/30 fps,  8K/60 fps und 5,3K/120 fps, sowie stereoskopisch bei 10K/30fps. Sie ist die absolut erste Kamera, die 360-Grad-Bewegtbildmaterial in 11K aufzeichnen kann.

Die 11k-Auflösung bietet 7 x mehr Details gegenüber 4k. Bildquelle: vr.sina.com.cn

Flow with the Rythm

Aber überzeugende Immersion wird hier noch durch ein paar andere Faktoren unterstützt, die bereits bei der Pro 2 überzeugen konnten. Die von Insta patentierte FlowState-Algorithmik sorgt durch das 9-achsige-Gyroskop für Aufnahmen ohne Wackler. Mittels Farsight kann der User die 360-Grad-Kamera auch aus größerer Entfernung per Funk in Echtzeit steuern und so z.B. das Videomaterial, aus mehreren hundert Metern Reichweite vor unerwünschter Bildpräsenz bewahren.

Insta360 Titan – Stabilization Comparison
Insta360 Pro 2 – Farsight 360° Live Monitoring

Um die hohen Datenraten bewäötigen zu können, zeichnet die Insta360 Titan auf 9 Super-High-Speed-SD-Karten gleichzeitig auf: Dabei wird jeweils eine Karte pro Linse verwendet und eine weitere Karte zur erleichterten Postproduktion (bzw. Gyroskopik). Ungestitchtes Material kann auch hier durch das Insta-PlugIn direkt in Adobe Premiere Pro CC  importiert und als Proxy-Version ausgewertet werden.

Vereinfachte Postproduktion. Bildquelle: blog.insta360.com

Die CrystalView-Konvertierung sorgt für problemlose Wiedergabe auch hoher Auflösungen auf Smartphones und VR-Headsets durch eine spezielle Wiedergabe-App. Ähnlich der Aussparungstaktik des Foveated Renderings, arbeitet die Technologie mittels Segmentierung und rendert selektiv nach Blickrichtung. Hierdurch kann eine Verminderung der benötigten Bitrate erzielt werden, die eine flüssige Wiedergabe auf unterschiedlichen Wiedergabegeräten gewährleisten.

Insta360 überzeugt seit der Pro 2 maßgeblich durch einen vereinfachten VR-Workflow. Auch bei dem Consumergerät ONE X hat sich auf dem Weg zur CES einiges geändert und die entsprechende Bearbeitungssoftware wurde dem Beta-Status enthoben. Sie bietet nun Unterstützung für 5,7K und MP4-Dateien. Die kleine Kamera kann durch Features wie Bullet Time und Drifter den User auch bei Outdoor-Aufnahmen mit unkonventionellen Aufnahmen unterstützen.

Wenn auch Sie sich für die unzähligen Möglichkeiten von 360-Grad- und VR-Technologie interessieren, steht Ihnen das Team von Aspekteins bei der Erstellung von hochwertigen Konzepten und Content zur Seite – wir freuen uns, von Ihnen zu hören! 

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