Was ist machbar beim Customizing von Google-Cardboard?

 

Über unseren Gastautor:

Geschäftsführer Wolff-Ingelheim Thorsten Winternheimer Thorsten Winternheimer (rechts), Geschäftsführer Wolf-Gruppe Ingelheim

Thorsten Winternheimer ist der Geschäftsführer der Wolf-Gruppe Ingelheim. Der studierte Diplom-Wirtschaftsingenieur (Druck und Medien) lernte die Theorie an der Hochschule in Stuttgart, bevor er für den Abschluss seiner Diplomarbeit nach China zog und hier für die Heidelberg Druck AG Peking tätig war. Als Experte in Möglichkeiten rund um den Druck hat er schon viele außergewöhnliche Projekte realisiert, die sich fast immer um das Medium Papier und Karton drehen. Dafür richtet er seinen Betrieb ganz danach aus, analoge und digitale Welten zu verbinden. Ein großartiges Beispiel für diese Verbindung zweier Welten ist für Winternheimer das Google Cardboard, mit dessen Herstellung und Vertrieb er sich seit einiger Zeit befasst. Auf der Website der Wolf-Gruppe bietet verschiedene Varianten des Google-Cardboard zur Individualisierung an.

Was ist eigentlich Google-Cardboard?

 

Google-Cardboard Google-Cardboard

Ein Karton und zwei Linsen – das ist das Google-Cardboard. Was zunächst unspektakulär klingt wird in Verbindung mit einem Smartphone zu einem unglaublichen Erlebnis – einer kostengünstigen Virtual Reality Brille. Als Google das Cardboard 2014 vorstellte, wurde es im ersten Moment belächelt, im zweiten kam kaum noch einer aus dem Staunen heraus. Eine VR-Erfahrung muss man selbst erleben, um sie begreifen zu können, es ist weit mehr als bloßes 3D. Denn anstatt nur die dritte Dimension zu erleben, kann mit dem Google-Cardboard sogar der Blickwinkel selbst bestimmt werden. Virtuelle Testfahrt gefällig? Der Automobilhersteller Volvo macht es vor: In einer eigens für das Cardboard produzierten App stellte der Automobilhersteller ein neues Fahrzeugmodell vor, ließ Interessierte virtuell und interaktiv im Cockpit Platz nehmen und auf eine Testfahrt gehen. Das alles ist möglich, ohne das eigene Wohnzimmer zu verlassen.

Mittlerweile wird das Google-Cardboard von etlichen Unternehmen und Herstellern als Marketingmaßnahme erkannt. Egal ob zur Produktpräsentation, einem virtuellen Rundgang durch das Unternehmen oder auch Events, bei denen das Publikum mit einem Google-Cardboard ausgestattet wird – es gibt zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten für das Google-Cardboard. Speziell hier macht es Sinn, das Google-Cardboard für diese Marketingmaßnahme anzupassen.

Machen Sie Ihr Google-Cardboard einzigartig – durch individuellen Bedruck und die richtige Materialwahl

 

Google-Cardboard aus Karton

Ein (Google-)Cardboard besteht in der Regel, wie die englische Bezeichnung schon vermuten lässt, aus einer Pappe oder einem starken Karton. Das Material hat den Vorteil, dass es kostengünstig, einfach zu verarbeiten und sehr leicht ist. Auch die individuelle Anpassung stellt kein Problem dar – das Material lässt sich in allen Größen (je nach Größe des Smartphones) herstellen, einfach bedrucken, bekleben und wenn erforderlich nachträglich mit einer Schere anpassen, etwa um den nötigen Platz beim Tragen einer Brille zu gewährleisten. Auch Witterungseinflüsse und der Kontakt des Cardboards mit der Haut stellt nur bei unbehandeltem Material ein Problem dar – durch einen Druck oder Beklebung des Cardboards wird dieses robuster und weniger anfällig gegenüber äußeren Schadeinflüssen.

 

Google-Cardboard aus Polypropylen

Eine Alternative zu einer normalen Wellpapp- oder Chromoboard-Version kann die Herstellung des Cardboards aus Polypropylenwellpappe sein. Der Vorteil hier ist die große Resistenz gegenüber äußeren Einflüssen, selbst das komplette Eintauchen des Cardboards in Wasser schadet dem Material nicht. Das Material ist allerdings teurer, auch kommen höhere Kosten bei der Herstellung zustande. Im Gegensatz zu Pappe ist das Material zudem recht starr, deshalb muss bei der Fertigung der Cardboards genauestens auf die Passgenauigkeit geachtet werden. Auch ist hier das Anpassen durch Druck eingeschränkt, dieser kann dennoch mit Sieb- oder Digitaldruck realisiert werden.

Bedruck des Google-Cardboards

 

Individuell bedrucktes Google-Cardboard Individuell bedrucktes Google-Cardboard

Ein Druck des Google-Cardboards ist nicht nur im praktischen Sinne nützlich. Auch die Optik spielt hier eine tragende Rolle. Wirkt das Cardboard an sich recht unspektakulär, können durch einen ausgefallenen und kreativen Druck weitere Anreize geschaffen werden und damit mehr Aufmerksamkeit auf Ihr Cardboard gezogen werden.

Für Firmen und Großkunden ist ein solch individueller Druck sinnvoll, hier spielt nicht zuletzt die Corporate Identity oder auch eine Marketingkampagne eine große Rolle. Ihr Cardboard bedruckt in den Firmenfarben, mit eingefügten Inhalten oder auch das Anbringen von QR-Codes um weiterführende Links bereitzustellen, können hier von Bedeutung sein.

Das Cardboard kann sowohl im Offset- als auch Digitaldruck bedruckt werden – hier stehen sämtliche Sonderfarben zur Verfügung. Auch kann das Material wenn gewünscht veredelt werden – etwa können mit der Laserstanzung interessante Motive oder etwa ein Firmenlogo integriert oder mit einer Blindprägung grafische Vertiefung auf dem Materials angebracht werden. Recht ausgefallene Möglichkeiten um das Cardboard zu veredeln, aber dennoch möglich.

Eine besonders edle Variante stellt die Herstellung eines Cardboards aus schwarzer Kartonage dar. Hier ist der Bedruck eingeschränkt, aber dennoch vielfältig möglich. Etwa über den Siebdruck bieten sich hier viele gestalterische Möglichkeiten, die die schwarze Kartonage perfekt als Hintergrund nutzen.

Bedienelemente des Google-Cardboard

 

Steuerung via Magnet Steuerung via Magnet

Ein sehr wichtiger Punkt ist die Steuerung des Cardboards. Im von Google vorgestellten Modell ist ein Magnet auf der Seite des Cardboards angebracht, mit dem sich die Apps des Smartphones steuern lassen. Dies funktioniert derzeit leider nicht bei allen Smartphones. Der Grund dafür ist, dass der Magnet durch Verschiebung das Magnetfeld des im Smartphone eingebauten Magnetes beeinflussen soll und so eine Reaktion der App bekommt. Zum einen ist aber nicht in jedem Smartphone ein solcher Magnet verbaut und zum anderen befindet sich dieser Magnet oftmals zu weit entfernt vom Magneten des Cardboards, um auf Änderungen reagieren zu können. Alternative Steuerungsmöglichkeiten sind primär die nachfolgend erläuterten:

 

Fingertip

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie die App während der Verwendung des Smartphones im Cardboard gesteuert werden kann. Die einfachste und kostengünstigste Lösung ist das Einbringen einer kleinen Öffnung in den Boden des Cardboards. Durch diese Öffnung gelangt man mit dem Daumen auf den Bildschirm des Smartphones und kann diesen durch Antippen steuern. Hier spart man zudem die Kosten für die Magneten.

Conductive Foam Button

Etwas aufwendiger ist die Möglichkeit, das Cardboard mit einem Conductive Foam Button auszustatten. Dieser wird mittels einer Mechanik am Gehäuse des Cardboards integriert. Es handelt sich um eine Art Wippe, die betätigen des Buttons im Inneren des Gehäuses gegen den Bildschirm des Smartphones drückt. Wichtig hierbei ist, dass diese Wippe aus einem leitfähigen Material besteht. Dieses muss eine direkt Verbindung vom Daumen bis hin zum Bildschirm haben, ansonsten erkennt das Bildschirm den Impuls nicht.

Blue Tooth Button

High End ist das Anbringen eines Blue Tooth Buttons. Hierbei ist keine zusätzliche Öffnung oder Integration einer Mechanik am Cardboard notwendig. Google-Cardboard Bluetooth Buttons sind allerdings teuer und haben den Nachteil, eine Batterie zu benötigen.

Unterschiedliche Bauarten

 

Das Customizing kann auch beim Aufbau des Cardboards eine Rolle spielen. Neben der Möglichkeit, das Cardboard mit allen Einzelteilen selber zusammenzubauen, gibt es mittlerweile von verschiedenen Herstellern die Möglichkeit, ein Cardboard zu erwerben, das durch einen einfachen Klappmechanismus schnell und einfach aufgebaut werden kann. Diese hochwertigen Cardboards haben unter anderem gerade auf Events den Vorteil, das Publikum nicht mit dem Aufbau des Cardboards zu überfordern, sondern sich schnell und einfach mit den Möglichkeiten der Virtual Reality vertraut machen zu können. Auch hier gibt es verschieden Möglichkeiten, diese reichen von einer flachen Bauweise und der Möglichkeit, die Cardboards als Postwurfsendung zu verschicken, bis hin zu einer fertigen Kartonage, bei der nur noch die Flügel für die Augen ausgeklappt werden müssen.

Ein Unterschied besteht bei diesen Modellen auch darin, dass hier anstatt das Cardboard zu kleben Klettverschlüsse verwendet wurden. Auf diese Weise lässt sich das Cardboard zur mehrmaligen Verwendung sogar wieder abbauen.

Mehr Gimmicks für Ihr Google-Cardboard

 

Linsen aus Glas

Neben dem eigentlich Cardboard gibt es noch weitere Möglichkeiten, das Cardboard zu verbessern. Etwa bei einem der wichtigsten Elemente des Cardboards – den Linsen. Im Regelfall ist das Cardboard mit bikonvexen Linsen aus Acrylglas ausgestattet. Diese schon sehr guten Linsen können aber weiter verbessert werden, indem man solche aus Glas verwendet. Diese haben den Vorteil einer geringeren Verzerrungen und damit besseren Abbildung als Linsen aus Acrylglas.

Schaumstoffapplikationen

Auch für den Tragekomfort des Cardboards gibt es sinnvolle Anpassungsmöglichkeiten. Diese bestehen darin, Schaumstoffapplikationen im Augen- und Stirnbereich des Cardboards anzubringen. Gerade bei längerer Benutzung des Cardboards wird so der Tragekomfort enorm erhöht.

NFC-Chip

Außerdem besteht die Möglichkeit, das Cardboard mit einem NFC-Chip auszustatten. Diese sehr einfachen Chips werden auf den Deckel des Cardboards geklebt und bieten die Möglichkeit, dem Smartphone bei einer entsprechenden Programmierung einen Befehl zu erteilen. Dieser kann zum Beispiel darin bestehen, die Google Cardboard-App beim Einlegen des Smartphones in das Cardboard zu starten.

Fazit:

 

Das Cardboard ist und bleibt ein kostengünstiges Incentive, dass auf einfachste Art und Weise dem Anwender das Erlebnis Virtuelle Realität näher bringt. Das es sich dabei noch auf vielfältige Weise aufwerten lassen kann, bietet insbesondere im Rahmen einer Marketingkampagne oder Präsentation eines Unternehmens einen riesigen Vorteil.

 

Zur Kontaktaufnahme für Ihr individuell bedrucktes Cardboard bitte klicken

Oder klicken Sie hier für Ihr eigenes 360-Grad-Video!

 

Bildrechte – © Wolf Gruppe Ingelheim

Pascal Hanke
Pascal Hanke
Pascal Hanke, B.A. studierte Europäische Medienwissenschaft an der Universität zu Potsdam. Bei der Aspekteins GmbH ist er in der Abteilung Kreation maßgeblich verantwortlich für Konzeptionen im Bereich Virtual-Reality (VR), sowie für Produktion, VFX und Montage von 360°-Video & VR-Filmproduktionen.

Comments are closed.