Technischer Fortschritt auf zwei Rädern, gefilmt von sechs Kameras und vereint zu 360-Grad-Video bei 300 Km/h. Ein Duett der Superlative mit Rekord-Langspielzeit.

Die BMW S1000RR bedarf kaum mehr einer Vorstellung. Seit Ihrer Markteinführug 2009 dominiert, ja zlatanisiert, die S1000RR die zweirädrigen Kontrahenten und sorgt für vehementen Fahrspaß in allen Kurven- und Lebenslagen. Ihre Leistungsdaten lassen sich in einschlägigen Magazinen nachlesen  – Über 303 Km/h schnell, 199PS stark und nur 200 KG schwer. Beschleunigung von Null auf Einhundert in 3,06 Sekunden. Das sind die Fakten die im Raum stehen und uns bewegen werden.

Ebenso rekordverdächtig ist bei dem vorgestellten 360-Grad-Video die Spielzeit: Mit 42 Minuten dürfte es das bis Dato längste 360-Grad-Video im Internet sein. Sie haben richtig gelesen: Im gesamten Internet. Sollten Sie dennoch ein längeres 360-Grad Video online finden, so laden wir Sie herzlich zu einer Sozius-Fahrt ein, auf unserer BMW S1000RR.

199PS gegen 1990 Gramm Kamera und 150 Zentimeter Carbon-Verbundstoff

Wir waren nun unterwegs mit der neuesten, 2015er, Edition des Superbikes um unsere 360-Grad-Kameratechnik unter Extembedingungen zu testen. Das in diesem Fall eingesetzte 360-Grad-Kamerasetup war eine mobile Lösung, die dann zum Einsatz kommt, wenn Leichtbau gefragt ist – so in diesem Falle.

Um unseren Zuschauern eine möglichst allumfassende Perspektive zu ermöglichen wählten wir bewusst nicht die bei Motorradvideos so oft genutzte Befestigung an der Verkleidung des Bikes oder auf dem Helm des Piloten. Es sollte etwas Besonderes sein, dass dem Anspruch unserer 360-Grad-Video-Perspektive gerecht wird!

Das 360-Grad-Video fliegt mit – Bei 300 km/h Topspeed

Die Lösung bestand nun darin, die Kamera über dem Motorrad „schweben“ zu lassen. Dazu befestigten wir an unserem Fahrer – ein die Anonymität bevorzugender Freund des Hauses – eine 150cm lange Carbonstange. Eine stabile Carbonstange, wohlgemerkt. Am Ende der Carbonstange befand sich das 360-Grad-Kamera Setup.

Die dadurch ermöglichte Perspektive ist nicht weniger als spektakulär – jederzeit hat der Zuschauer das Gefühl über der Maschine zu schweben. Der Blick nach unten zeigt eine sich frei bewegende Maschine mit Fahrer. Wer mehr mit Motorradfahren vertraut ist als mit der Erstellung von 360-Grad-Videos, für den stellt sich umgehend die Frage – wie ist das möglich?!?

Das Schnellste & Längste 360-Grad-Video der Welt…. Ist es auch das Beste?

Die Schnellen fressen die Langsamen, so heißt es zumindest in der Tierwelt. Auf unser Monsterbike angewendet fressen wir dahingehend 99,99% der straßenzugelassenen Fortbewegungsmittel. Bugatti Veyron inclusive. Doch ist die schiere Länge eines 360-Grad-Videos tatsächlich ein Indikator für den einhergehenden Gewinn an Lebens- bzw. Zuschauensfreude? Dieses Urteil müssen Sie sich wohl selbst bilden – dahingehend sind wir zu voreingenommen als Produzenten des zur Debatte stehenden 360-Grad-Videos.

Was aus Produzentensicht erwähnt werden sollte ist der stets existierende Zielkonflikt bezüglich Laufzeit und Qualität in der Nachbearbeitung. Bei einem 360-Grad-Video, dass perfekt nachbearbeitet wird und keine Artefakte oder Ghostings zu erkennen sind ist die erforderliche Zeit in der Postproduktion erheblich. Dahingehend wurde bei diesem Video unser professioneller Anspruch an Perfektion in der Nachbearbeitung deutlich gesenkt, zu Gunsten der langen Laufzeit. Diese Entscheidung beruht darauf, dass wir bei dem vorliegenden Clip den Schwerpunkt tatsächlich auf die Länge gelegt haben. Ganz bewusst wollen wir Ihnen an dieser Stelle ein möglichst langes Miterleben des Ausritts auf dem Feuerstuhl ermöglichen – und überlassen Ihnen die Entscheidung ob es die Abstriche an der Verarbeitungsqualität wert ist. Auf Ihre Kommentare zu dem 360-Grad-Video freuen wir uns schon jetzt und planen bereits die nächste Testfahrt –  vielleicht mit einem Tesla, um unsere Umweltbilanz wieder in den grünen Bereich zu bringen.

Ein großes Vergnügen ist die virtuelle 360-Grad Testfahrt allemal!

It´s getting hot in here* – Filmaufnahmen am heißesten Tag des Jahres

Es war der 05. Juli 2015 – an diesem Tag sollte es passieren. Um die Mittagszeit. Prima Idee eigentlich – basierend auf der Annahme um diese Zeit weniger Betrieb auf den Straßen vorzufinden. Jedoch gänzlich außer Acht lassend, dass dies der heißeste Tag des Jahres 2015 werden sollte.

Während wir also die Carbonstange mitsamt 360-Grad-Kamera-Setup und Tonequipment an unserem Fahrer befestigten stand die gesamte Crew in der prallen Sonne. Noch bevor der erste Meter gefahren wurde, lief der Schweiß in Bächen. Besonders nett für diejenigen unter uns, die während dieser Zeit in einem Lederkombi gefangen waren. Aber zumindest hatten die Reifen rennstreckentaugliche Betriebstemperatur, als es denn losging!

Gefährlich nah am Wasser, über die Gleise und zwischen allen Spuren

Um unseren Zuschauern ein spannendes Erlebnis zu bieten strengte sich unser auf gemäßigte Fahrweise setzender Pilot nach Kräften an. Für die S1000RR Afficionados unter unseren Zuschauern lassen sich einige Abenteuer in dem Video miterleben! Unter anderem dass „Fahren wie auf Schienen“, oder wortwörtlich zwischen allen Gleisen. Dann wäre da noch ein Ausflug gefährlich nahe am Wasser, inklusive verwunderter Passanten – die wohl schon den Supergau nahen sahen.
Und zu guter Letzt eine Kaskade an Überholmanövern, die in der vorliegenden Form nur bedingt als Anschauungsmaterial für künftige Zweirad Aspiranten dienen sollten. Dabei sehr eindrucksvoll – die brachial-filligrane Leistungsentfaltung der S1000RR in freier Wildbahn in Kombination mit Ihren elektronischen Helferlein.

Enjoy the ride – 42 Minuten 46 Sekunden als 360-Grad-Video

Ein absoluter Genuss, den Sie nun von überall auf der Welt, zu jeder Tag und Nachtzeit in unserem Video miterleben können. Schnallen Sie Ihren virtuellen Helm (aka Google Cardboard) auf, lehnen Sie sich zurück, und genießen Sie 42 Minuten und 46 Sekunden feinste Motorrad Action am heißesten Tag des Jahres 2015 in feinster 360-Grad-Video Technik.

Klicken Sie hier für Ihr 360-Grad-Video

Bildrechte:  © Aspekteins GmbH

Sascha Reitermann
Dipl.-Inf. (FH) Sascha Reitermann verantwortet den Bereich der Produktionsleitung für Filmprojekte bei der Aspekteins GmbH, sowie die Konzeption digitaler Vermarktungsstrategien für Ihre Bewegtbildinhalte.

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