Der letzte filmische Leckerbissen liegt schon länger zurück? Kein Problem, Aspekteins tischt auf und sorgt für den richtigen Filmgeschmack! Heute: 360-Grad-Crumble mit Rundumblick-Streuseln.

Kennen Sie das auch? Seit Jahren nimmt man sich an Silvester vor, endlich diesen ungesunden und gehaltlosen Fast-Food-Filmen zu entsagen: „Ab sofort gibt es nur noch vollwertiges Bio-Bewegtbild!“ wird dann beschlossen und feierlich proklamiert. Allein bleibt leider fast immer der Wunsch Vater des Gedanken, man kommt einfach nicht vom monotonen Einheitsbrei des perspektivisch beschränkten Ein-Kamera-Verfahrens los, Mangelernährung droht!
Doch das muss nicht sein. Aspekteins zeigt Ihnen heute, wie man in wenigen Schritten ganz einfach und schnell ein leckeres 360-Grad-Gericht zubereiten kann, das trotzdem reich an wertvollen Perspektiven ist und darüber hinaus die eingeladenen Gäste mit einer sensationellen Optik begeistert. Los geht’s!

360-Grad-Zutaten

Wichtig: Immer hochwertige und frische Zutaten verwenden!

Zutaten:
• Mindestens vier Weitdinkelkameras (hier nicht sparen, minderwertige Produkte wirken sich negativ auf den Geschmack aus)
• Ein saftiges 360-Grad-Kamera-Rig am Stück
• Interessante und faszinierende Szenerien und Motive (für die Marinade, hier kann gerne experimentiert werden indem man viele verschiedene Aromen miteinander kombiniert)

Vorbereitung:
Das 360-Grad-Rig wird mit den Weitdinkelkameras gespickt. Man sollte dabei besonders darauf achten die Kameras gleichmäßig zu verteilen. Roh sind die Kameras und ihre Speicherkarten noch recht trocken, leer und geschmacksneutral. Sie besitzen aber eine außergewöhnliche Eigenschaft, die wir uns für dieses Rezept zunutze machen, denn sie können die für den Körper so wichtigen Perspektiven langfristig speichern – und hier kommt auch die Marinade ins Spiel: Man setzt das gespickte 360-Grad-Rig mittig in das Bildmotiv seiner Wahl, aktiviert die Kameras und lässt sie die wohlschmeckenden Bildinhaltsstoffe einige Zeit lang einziehen, bis das Setup genügend Footage-Aroma aufgenommen hat.

Zubereitung:
Nun nimmt man die marinierten Kameras vom 360-Grad-Rig und presst das aufgenommene Footage in eine große Editing-Software-Schüssel. Hierbei ist es besonders wichtig, dass keine herkömmliche Software-Schüssel verwendet wird, sondern dass man auf eine zurückgreift, die für das sogenannte Stitching-Verfahren geeignet ist. Durch das Stitchen (engl. to stitch = nähen) wird gewährleistet, dass die Bildinhaltsstoffe der einzelnen Perspektiven erhalten bleiben und sich nicht miteinander vermischen; so gehen die Perspektiven nur an ihren Rändern eine passgenaue Verbindung miteinander ein und man erhält eine homogene 360-Grad-Filmmasse, die durch diesen Schritt auch ein einheitliches Helligkeits- und Farbbild bekommen hat. Diese Masse wird in eine saubere Schnittsoftware-Form gegeben und kann nun nach Lust und Laune mit weiteren 360-Grad-Komponenten kombiniert und mit reichlich Colour-Grading garniert werden. Ist man mit dem Dekor zufrieden, kommt das Ganze für mehrere Stunden bei höchster 4K-Qualitäts-Stufe in den Render-Ofen (bei kleineren 360-Grad-Crumbles bitte die Garzeit entsprechend reduzieren).
Der 360-Grad-Film sollte am besten heiß serviert werden.

 

Tipps zum Anrichten:
Das Auge isst bekanntlich mit, gerade bei einem solchen Gericht; daher kommen für die Präsentation auch keine x-beliebigen Videoplayer-Teller infrage. Serviert man den Film auf einem PC oder Mac, kann er direkt im Browser verzehrt werden, optimalerweise auf stilvollem Firefox– oder Chrome-Porzellan. Die 360-Grad-Aromen entfalten sich am besten durch die Navigation mit der Maus oder den Richtungspfeilen auf der Tastatur. Sollten Sie gerade kein Internet zur Hand haben – kein Problem: Auch auf lokalem 360-Grad-Service (etwa „Kolor Eyes“) ist Film ein Hingucker.
Für den Hunger zwischendurch kann man sich ganz leicht eine To-Go-Variante zusammenstellen, hierfür reicht eine gewöhnliche Smartphone-Box mit Gyroskopsensor. Der große Vorteil: Da man sich beim Navigieren mit dem Smartphone bewegt, verbrennt man schon beim Verzehr wieder einige Kalorien. Und reichen sie hierzu noch eine fein abgestimmte Virtual-Reality-Brille, werden Ihre Gäste aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kommen.

Die Profiköche von Aspekteins wünschen guten Appetit!

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Bildrechte

Titelbild: © Natalia Klenova – Fotolia.com

Zutaten: © Aspekteins GmbH 2015

Nico Laninger

Nico Laninger, M.A. studierte Medienwissenschaft und Kunstgeschichte in Trier. Bei der Aspekteins GmbH ist er als Kreativdirektor maßgeblich für den Bereich Konzeption und Projektleitung von Filmproduktionen für TV, Online, und Kinowerbung verantwortlich.

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