Abtauchen in irdische Gefilde: wie eine überirdische VR-Kamera souverän immersive 3D 4K-Welten (er-)schafft

Bei der Samsung Developer Conference im Oktober 2017 wurde mit der 360 Round endlich der finale Project Beyond-Typus präsentiert. Beyond mainstream ist auch die Optik: an ein U.F.O. erinnernd, setzt die Kamera allerdings auch inhaltlich auf neue Maßstäbe. Bevor wir uns in andere Dimensionen hochschwingen-zunächst ein kurzer Recall:

Quelle: www.schleeh.de

Zuletzt präsentierte das südkoreanische Unternehmen mit der Gear 360 (2017) das Folgemodell zur gleichnamigen Version von 2016. Zwar ergab sich nun eine höhere Kompatibilität mit diversen iOS/Samsung Galaxy Geräten; allerdings konnten Bilder im Nachgang z.B. nur mit einem Galaxy S8/+ bearbeitet werden (aber z.B. nicht mit einem S7). Auch reduzierte sich die Auflösungsrate der Dualkamera (2x 180-Grad Objektive) für Fotos auf 8,4 Megapixel, bei einer Offenblende von f2,2; der Bildstabilisator fiel letztlich ganz weg. Als großer Nachteil ergab sich, dass der Akku, anders als beim Vorgänger, nun nicht mehr austauschbar war und man entweder beim Gebrauch haushalten oder eine Powerbank mit sich führen musste. Als ultimative Neuerung konnte die 360° Kamera nun aber Videos in 4K aufzeichnen (bei 4096 x 2048 Bildpunkten).

Was hat sich seitdem getan? Nun, eine ganze Menge!

 

 

 

Stitch My View- Viele Augen sehen bekanntlich mehr

Quelle: www.cnet.com

Nach der Gear 360 und insgesamt 3 Jahren prototypischer Entwicklung, setzt die neue Samsung als 3D VR-Kamera nun auf satte 17 Linsen und lässt das kleine Consumer-Modell ein wenig alt aussehen: 16 Objektive kommen horizontal in stereoskopischer Anordnung zum Einsatz; eine weitere Linse filmt nach oben. Hinter jeder Linse steckt ein 1/2,8-Zoll-Sensor mit einer Auflösung von 2MP und einer f/1.8 Blendenöffnung.

 

Stereoskopische Linsenanordnung – Quelle: www.slashcam.de

Im Livestream-Modus schafft die Kamera eine Gesamtauflösung von 4096 x 2048 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde (die handliche Gear 360/2017 lag bei 24 fps). Für immersiven Raumklang stehen 6 interne Mikrophone, als auch 2 externe Mic-Ports zu Verfügung. Die Verbindung zum PC läuft via LAN und USB C-Anschluss; aufgenommene Daten werden im MP4-Format (H.265/H.264) bereitgestellt und über 10GB LPDDR3 RAM und 40GB eMMC intern gespeichert. Zusätzlich lassen sich Kapazitäten auch per UHS-II-SD-Karte auf bis zu 256 GB bzw. via SSDs auf bis zu 2TB erweitern. Die Anforderung an den Rechner ist hoch: Livestreaming/Preview erfordern  minimal einen 10-Core i7-6950X Prozessor mit 32GB DDR4 RAM und zwei NVIDIA-GeForce GTX 1080Ti; beim Postprocessing müssen wenigstens ein Core i7-6700K bei 16GB DDR4 RAM, sowie eine GeForce GTX 1080 Grafik her. Die spezifische Anordnung der Linsen, die technischen Facts als auch die integrierte Stitching Software lassen auf nahtloses Filmen und gute Bildqualität hoffen.

Schließlich ist die Round 360 dank Unibody-Gehäuse und einem IP-65-Code souverän gegen Wasser und Staub geschützt. Das spezielle Metallgehäuse reduziert Überhitzung, während ein Energiesparmodus den Einsatz von Gebläse bei längerer Anwendung obsolet macht und die Kamer leise arbeiten lässt. Nachteil: die Round 360 muss auf einen Akku verzichten und damit permanent an die Steckdose (19V, 2,1 A).

Quelle: www.videoguys.com

 

Auf der Suche nach Content, kann der Anwender die Kamera allerdings auch nicht mal eben gemütlich durch die Gegend bugsieren-das Gerät wiegt knapp 2kg. Etwas unbequem ist auch der Kostenfaktor: bei strammen 10.500 US-Dollar stellt sie in den USA derzeit (noch) keine typische Consumer-Investition dar. Dennoch ist die Samsung Round 360 um einiges günstiger als die OZO Cam von Nokia und trat auch genau dann zuverlässig auf den Plan, als die finnische Konkurrenz just den kill-off ihrer VR-Kamera verkündete.

Wer ein hochwertiges 360°-Video produzieren will, das aus der Masse heraus sticht, braucht aber selbstverständlich nicht nur die passende Kamera, sondern auch Experten, die wissen, wie sie die Chancen und technischen Möglichkeiten der 360°-Grad-Technik richtig nutzen. Dieses Know-How bietet Ihnen die Aspekteins GmbH mit einem weitreichenden Erfahrungsschatz in der Produktion von hochqualitativen 360° Videos und Virtual-Reality Inhalten.

 

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Katrin Pape
Katrin Pape
studiert Freie Kunst an der HBKsaar, defragmentiert und konstruiert innere und äußere Welten mit besonderem Fokus auf Grenzbereiche und Schnittstellen analoger als auch technologischer Zugriffsmöglichkeiten auf Realität, deren Beeinflussung als auch dessen Auswirkungen auf die Weiten der Imagination.

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